Der Wandel der peruanischen Steuerlandschaft begann mit der Entscheidung, nicht ansässigen Anbietern digitaler Dienstleistungen Pflichten zur USt.-Registrierung und -Erhebung aufzuerlegen. Die im August angekündigte Entscheidung, wonach diese Pflicht am 1. Oktober 2024 beginnen sollte, wurde später geändert, sodass die zugehörige Gesetzgebung am 1. Dezember 2024 in Kraft trat.

Am 23. Dezember 2024 veröffentlichte die peruanische Regierung eine Superintendenz-Resolution zum virtuellen Formular sowie zur Erklärungs- und Zahlungsplattform für nicht ansässige Anbieter.

Auswirkungen der Superintendenz-Resolution

Ab dem 1. Januar 2025 müssen nicht ansässige Anbieter digitaler Dienstleistungen eine USt.-Erklärung einreichen, indem sie über eine Erklärungs- und Zahlungsplattform namens SUNAT Virtual auf die Online-Plattform zugreifen. Nach der Registrierung auf dieser Plattform müssen sie ein virtuelles Formular auswählen, das durch die Superintendenz-Resolution genehmigt wurde.

Anbieter digitaler Dienstleistungen müssen die angeforderten Daten eingeben, den Zeitraum angeben, für den das virtuelle Formular eingereicht wird, und den Anweisungen der Plattform folgen.

In Bezug auf die Währung erlaubt die Erklärungs- und Zahlungsplattform, USt.-Erklärungen entweder in US-Dollar oder in Landeswährung zu erklären und zu bezahlen. Sobald die Anbieter digitaler Dienstleistungen die bevorzugte Währung gewählt haben, wird diese für die folgenden Erklärungen und Zahlungen bis Dezember beibehalten.

Die Plattform erlaubt Anbietern digitaler Dienstleistungen zudem, Zahlungsmethoden zu wählen, darunter Debitkarten, Kreditkarten oder Banküberweisungen.

Darüber hinaus enthält die Superintendenz-Resolution Gründe für die Ablehnung des virtuellen Formulars auf der Plattform, den Zahlungsablauf bei Zahlung des fälligen Betrags in US-Dollar sowie die Regelungen zu ersetzenden und berichtigenden Festsetzungserklärungen.

Fazit

Die virtuellen Formulare müssen eingereicht und die Zahlung muss innerhalb von zehn Werktagen des Monats geleistet werden, der auf den Meldezeitraum folgt. Nicht ansässige Anbieter digitaler Dienstleistungen sollten ihre Pflichten nach den neuen USt.-Regeln, die speziell zur Bewältigung der Herausforderungen der digitalen Wirtschaft entwickelt wurden, sorgfältig bestimmen und Zeit und Mühe darauf verwenden, den Ablauf der USt.-Erklärung und -Zahlung zu verstehen.

Quelle: Resolution of the Superintendency, VATabout