Steuerreformen in Simbabwe 2026: Mehrwertsteuererhöhung und Steuer auf digitale Dienstleistungen

Das simbabwische Ministerium für Finanzen, wirtschaftliche Entwicklung und Investitionsförderung (MoFEDIP) hat in seiner Haushaltsrede 2026 mehrere Änderungen der Steuer- und Abgabenvorschriften vorgeschlagen, darunter die Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes, die Einführung einer Quellensteuer auf importierte digitale Dienstleistungen und die Abschaffung von Zöllen auf bestimmte Rohstoffe. Die Rede zum Staatshaushalt 2026 wurde den Mitgliedern des Parlaments vorgelegt und wartet auf ihre endgültige Genehmigung und Verabschiedung.
Wichtigste vorgeschlagene Änderungen
Wie vom MoFEDIP vorgeschlagen, sollen sich ab dem 1. Januar 2026 mehrere Mehrwertsteuervorschriften in verschiedenen Sektoren ändern. Eine der wichtigsten vorgeschlagenen Änderungen ist die Erhöhung des Standard-Mehrwertsteuersatzes um 0,5 % von 15 % auf 15,5 %, die, wenn sie angenommen wird, am 1. Januar 2026 in Kraft treten wird. Eine weitere vorgeschlagene Änderung bezieht sich auf gemischte Unterhaltungspakete, d. h. solche, die Waren oder Dienstleistungen enthalten, die nun als vollständig mit dem Normalsatz bewertete Leistungen behandelt werden sollen.
Darüber hinaus werden Lithiumausfuhren auf der Grundlage ihrer Verarbeitungsstufe besteuert. So wird rohes Lithiumerz mit 10 % besteuert, Lithiumkonzentrat mit 5 %, und Lithiumsulfat bleibt steuerfrei. Ebenso wird auf Ausfuhren von nicht raffiniertem Chrom, einschließlich Erzen und Konzentraten, eine Mehrwertsteuer von 5 % erhoben, die entweder auf der Grundlage der Marktpreise oder der Werte der Ausfuhrdokumente berechnet wird.
Insbesondere wird die gesamte exportbezogene Mehrwertsteuer auf Lithium, Chrom, Platin, Häute, Dimensionssteine und medizinisches Cannabis in US-Dollar oder der entsprechenden ausländischen Währung gezahlt. Auch die Mehrwertsteuer auf bestimmte importierte Dienstleistungen wird in ausländischer Währung gezahlt und gilt für alle Dienstleistungen zum Normalsatz.
Das MoFEDIP schlug außerdem die Einführung einer Quellensteuer auf digitale Dienstleistungen (Digital Services Withholding Tax, DSWT) vor, die die Mehrwertsteuer auf importierte Dienstleistungen ersetzen und auf Zahlungen an nicht-ansässige digitale Plattformen, einschließlich E-Hailing-Gebühren, Gebühren für Online-Inhalte und Gebühren für den satellitengestützten Internetzugang, Anwendung finden soll.
Schlussfolgerung
Der Staatshaushalt 2026 steht unter dem Motto "Stärkung der Triebkräfte des Wirtschaftswachstums und der Transformation in Richtung der Vision 2030" und signalisiert einen bedeutenden Wandel des steuerlichen Rahmens des Landes, der eine breitere Anstrengung zur Modernisierung der Steuererhebung und zur Anpassung der Besteuerung an die sich entwickelnden wirtschaftlichen Aktivitäten und die digitale Wirtschaft widerspiegelt.
Sobald die vorgeschlagene Maßnahme in Kraft getreten ist, dürfte sie zu einer höheren steuerlichen Effizienz, einer besseren Einhaltung der Vorschriften und einem effizienteren und transparenteren System führen, das sowohl traditionelle als auch digitale Wirtschaftstätigkeiten erfasst und gleichzeitig die strategische Ressourcenverwaltung und die Stabilität der Devisen unterstützt.
Quelle: Die nationale Haushaltsrede 2026, KPMG
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