Ghana prüft digitale Mehrwertsteuererhebung für Nichtansässige

Ghanas Bericht zur halbjährlichen Überprüfung der Finanzpolitik 2025 und die Haushaltsrede 2026 signalisierten die Verpflichtung der Regierung, das Mehrwertsteuersystem zu reformieren, um Fairness, Transparenz, Neutralität und Verwaltungseffizienz des gesamten Steuersystems zu stärken.
Ein wesentliches Element dieser Reform ist die Einführung neuer digitaler Lösungen zur Nachverfolgung und Erhebung der Mehrwertsteuer auf grenzüberschreitende Umsätze, die über digitale Plattformen von Gebietsfremden getätigt werden. Mit dem jüngsten Update zu diesem Thema bestätigte die ghanaische Regierung, dass sie digitale Lösungen für die Erhebung der Mehrwertsteuer an der Quelle auf diese grenzüberschreitenden Transaktionen prüft.
Auswirkungen auf gebietsfremde Betreiber digitaler Plattformen
Nicht in Ghana ansässige Anbieter digitaler Dienstleistungen, die Dienstleistungen zur Nutzung oder zum Genuss in Ghana erbringen, müssen seit 2022 Mehrwertsteuer auf diese Dienstleistungen berechnen, einziehen und abführen. Nach der derzeitigen Regelung zahlen die Verbraucher den vollen Rechnungsbetrag, einschließlich der Mehrwertsteuer, direkt an den Anbieter. Der Anbieter ist verpflichtet, monatliche Steuererklärungen abzugeben und die Steuer an die ghanaische Steuerbehörde (Ghana Revenue Authority, GRA) abzuführen.
Die Anbieter sind jedoch nicht verpflichtet, finanzierte Konten bei lokalen Finanzinstituten zu unterhalten, einen Teil der Steuern einzubehalten oder lokale Steueragenten oder -vertreter zu benennen. Die Regierung hat festgestellt, dass das Fehlen struktureller Sicherheitsvorkehrungen das Risiko von Einnahmeverlusten erhöht, wenn ein gebietsfremder Anbieter die erhobene Mehrwertsteuer nicht an die GRA abführt. Die vorgeschlagene Lösung wird es der GRA daher ermöglichen, die Mehrwertsteuer nahezu in Echtzeit zu überwachen und zu erheben und die Aufsicht über gebietsfremde Dienstleister, die ihren Mehrwertsteuerverpflichtungen derzeit nicht nachkommen, zu verstärken.
Schlussfolgerung
Das vorgeschlagene System wird es lokalen Finanzinstituten oder Zahlungsdienstleistern ermöglichen, den Mehrwertsteueranteil von Zahlungen an gebietsfremde Dienstleister zu ermitteln, zu schätzen, einzubehalten und abzuführen. Die GRA testet diese Lösung jedoch derzeit und plant, vor der vollständigen Umsetzung weitere Leitlinien zu veröffentlichen. Die Betreiber von digitalen Plattformen, die nicht in Ghana ansässig sind, sollten nicht nur prüfen, wie sich diese Maßnahme auf ihre Prozesse zur Einhaltung der Mehrwertsteuer auswirken könnte, sondern auch die weitere Entwicklung und die Leitlinien in dieser Angelegenheit verfolgen.
Quelle: Deloitte, Mehrwertsteuerüber
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