Südafrika - Finanzministerium kündigt an: Keine Erhöhung der Mehrwertsteuersätze
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Nach einigen Monaten der Debatte und des Widerstands mehrerer politischer Parteien gab das südafrikanische Finanzministerium am 24. April die Entscheidung bekannt, die zuvor geplante und vorgesehene Erhöhung des Mehrwertsteuer-Normalsatzes rückgängig zu machen. Außerdem veröffentlichte das Finanzministerium eine Regierungsmitteilung, in der die Entscheidung zur Rücknahme der Mehrwertsteuererhöhung bestätigt wurde.
Die Auswirkungen der Ankündigung des Ministeriums
Die südafrikanische Regierung plante eine schrittweise Erhöhung des Mehrwertsteuer-Normalsatzes von 15 % auf 16 % im Jahr 2026. Die erste Erhöhung war für den 1. Mai 2025 vorgesehen, als der Satz auf 15,5 % steigen sollte.
Wie das Finanzministerium in einer Medienmitteilung bekannt gab, wird der Standard-Mehrwertsteuersatz jedoch unverändert bei den derzeitigen 15 % bleiben. Diese Entscheidung hat zur Folge, dass die geschätzten Einnahmen mittelfristig um etwa 75 Mrd. ZAR (rund 410 Mio. USD) geringer ausfallen werden.
Außerdem sind die Pläne zur Unterstützung von Haushalten mit geringem Einkommen bei der Bewältigung einer möglichen Mehrwertsteuererhöhung nicht mehr notwendig und werden gestrichen. Darüber hinaus muss die Regierung andere Ausgabenpläne überprüfen und möglicherweise anpassen, um der Änderung Rechnung zu tragen.
Das Finanzministerium teilte mit, dass es in den kommenden Wochen aktualisierte Fassungen des Bewilligungsgesetzes (Appropriation Bill), in dem die Staatsausgaben aufgeführt sind, und des Gesetzes über die Aufteilung der Einnahmen (Division of Revenue Bill), aus dem hervorgeht, wie die Gelder zwischen dem Staat, den Provinzen und den Kommunen aufgeteilt werden, veröffentlichen will.
Da die Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes geplant war, um die Finanzierung kritischer Dienstleistungen an vorderster Front wiederherzustellen und aufzufüllen, die aufgrund der angespannten Haushaltslage des Landes gekürzt werden mussten, werden das Ministerium und das nationale Finanzministerium andere zuvor vorgeschlagene Mechanismen zur Erhöhung des Haushalts in Betracht ziehen müssen.
Schlussfolgerung
Die Rücknahme des Plans, den Mehrwertsteuersatz zu erhöhen, spiegelt einen komplexen Balanceakt zwischen fiskalischer Verantwortung und öffentlichem Wohlergehen wider. Kurzfristig mag die Entscheidung politische und soziale Erleichterung bringen. Sie unterstreicht jedoch auch die dringende Notwendigkeit alternativer Strategien, um die öffentlichen Finanzen zu stärken und die nachhaltige Finanzierung wesentlicher Dienstleistungen langfristig zu gewährleisten.
Sobald die aktualisierten Fassungen des Bewilligungsgesetzes und des Gesetzes über die Aufteilung der Einnahmen veröffentlicht sind, werden sie Schlüsselindikatoren dafür sein, wie die Regierung diesen fiskalischen Druck bewältigen und gleichzeitig ihre sozialen und wirtschaftlichen Prioritäten aufrechterhalten will.
Quelle: Finanzministerium - Medienmitteilung, Staatsanzeiger
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