Finnland 2026 Mehrwertsteuer- und Steueränderungen: Digitaler Wandel & Krypto-Regeln
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Ab 2026 wird sich eine Reihe von administrativen und steuerlichen Änderungen darauf auswirken, wie Steuerpflichtige mit der Steuerverwaltung interagieren und welche Abzüge in Finnland weiterhin möglich sind. Zu diesen Änderungen gehören eine Senkung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes, ein erhöhter jährlicher Vorsteuerabzug für die Forstwirtschaft, eine neue Verpflichtung zur Bereitstellung von Informationen über Krypto-Asset-Dienstleistungen und die Ersetzung der Papierpost durch elektronische Steuerpost.
Auswirkungen der Mehrwertsteueränderungen auf Unternehmen
Ab 2026 wird die finnische Steuerverwaltung auf ein überwiegend digitales Kommunikationssystem umstellen und die Papierpost durch elektronische Steuerpost ersetzen. Daher werden der Bescheid und andere Korrespondenz nur noch an die MyTax-Konten von Einzelpersonen und Unternehmen geschickt, die sich für MyTax und andere öffentliche elektronische Dienste registriert haben.
Diejenigen, die MyTax und andere elektronische Dienste nicht nutzen können, haben jedoch weiterhin die Möglichkeit, den traditionellen Postweg zu nutzen. Diese Umstellung ist Teil der Initiative "Digital first", die darauf abzielt, den Papierverbrauch und die Druckkosten zu reduzieren, wobei ab 2026 jährliche Einsparungen von 10 Millionen Euro erwartet werden.
Außerdem wird ab dem 1. Januar 2026 der ermäßigte Mehrwertsteuersatz für ausgewählte Waren und Dienstleistungen, darunter Lebensmittel, Arzneimittel, Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen, Personenbeförderung (z. B. Taxi) und Hotelübernachtungen, von derzeit 14 % auf 13,5 % gesenkt.
Die Änderung des Mehrwertsteuersatzes betrifft nur den ermäßigten Mehrwertsteuersatz, während für den Standard-Mehrwertsteuersatz von 25,5 % derzeit keine Änderungen geplant sind. Als Folge dieser Änderung dürften die Verbraucher eine leichte finanzielle Entlastung spüren, während die Unternehmen mit einem Nachfrageschub und höheren Konsumausgaben rechnen können.
Darüber hinaus kündigte Finnland an, die Sammlung von Informationen über den Handel mit Kryptowährungen im Einklang mit internationalen Vereinbarungen und Verpflichtungen auszuweiten. Die finnische Steuerverwaltung wird mehr Transaktionsdaten erhalten, sowohl innerhalb Finnlands als auch aus dem Ausland, da der internationale Informationsaustausch ausgeweitet wird. Die Änderungen im Bereich der Kryptowährungen basieren auf dem Crypto Asset Reporting Framework (CARF), das von der OECD entwickelt wurde und zu dem sich 70 Länder und Gerichtsbarkeiten verpflichtet haben, sowie auf dem DAC8 der EU.
Schlussfolgerung
Die Steueränderungen für 2026 spiegeln Finnlands offensichtlichen Wandel in Richtung Digitalisierung, erhöhte Transparenz und gezielte Steueranpassungen wider. Die Umstellung auf elektronische Steuerpost und erweiterte Meldepflichten für Krypto-Vermögenswerte modernisiert die Verwaltung und stärkt die Compliance. Gleichzeitig sorgt die Senkung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes für eine bescheidene Entlastung der Verbraucher und kann die Wirtschaftstätigkeit anregen.
Quelle: Finnische Steuerverwaltung, VATabout - Finnland schlägt ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 13,5 % ab 2026 vor, VATabout - EU-DAC8-Richtlinie: Krypto-Steuer-Meldevorschriften & Compliance-Leitfaden
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