Gambia: Obligatorische elektronische Rechnungsstellung für Mehrwertsteuer für 2026 vorgeschlagen

Im Jahr 2026 könnte Gambia zu der wachsenden Zahl von Ländern gehören, die verbindliche Vorschriften für die elektronische Rechnungsstellung eingeführt haben. In der Haushaltsrede 2026, die das gambische Ministerium für Finanzen und Wirtschaft vor der Nationalversammlung gehalten hat, wird die Einführung der elektronischen Rechnungsstellung für die Mehrwertsteuer und andere Steuern vorgeschlagen. Das Finanzministerium erwartet dadurch einen deutlichen Anstieg der Mehrwertsteuereinnahmen bei gleichzeitiger Verbesserung der Steuermoral und Verringerung von Mehrwertsteuerbetrug und -hinterziehung.
Die vorgeschlagene Umsetzung und weitere Entwicklung
Das Finanzministerium erwartet für 2026 einen Anstieg der Steuereinnahmen um 13 % gegenüber dem Haushalt 2025 auf 27 Mrd. D (ca. 370 Mio. USD). Die Haupttreiber dieses Wachstums sind die Digitalisierung der Steuer- und Zollverwaltung nach der Einführung des Integrierten Steuerverwaltungssystems (ITAS) und der Einführung von ASYCUDA, die Straffung von Anreizen und die Umsetzung von Reformen, die in der Strategie zur Mobilisierung inländischer Ressourcen (DRMS) priorisiert wurden, die bis 2030 ein Steueraufkommen von 15 % des BIP anstrebt.
Um diese Ziele zu erreichen, schlug das Finanzministerium vor, die elektronische Rechnungsstellung für die Mehrwertsteuer und andere Steuern verbindlich einzuführen. Dieser Vorschlag baut insbesondere auf dem Erfolg des Pilotprojekts zur elektronischen Rechnungsstellung 2025 auf. Eines der Hauptziele, das das Ministerium mit der verbindlichen elektronischen Rechnungsstellung erreichen will, ist die Verringerung von Mehrwertsteuerbetrug und Unterdeklarierungen oder Nichtmeldungen.
Bemerkenswert ist, dass die Haushaltsrede 2026 keinen Zeitplan für die Umsetzung enthält. Darüber hinaus wartet der Vorschlag noch auf die formelle Genehmigung und Ratifizierung durch das Parlament. Sobald diese formelle Voraussetzung erfüllt ist, wird die Gambia Revenue Authority (GRA) voraussichtlich technische Leitlinien veröffentlichen, in denen die spezifischen Anforderungen an Dateiformate, Übertragungsmethoden und den Umfang der betroffenen Steuerpflichtigen für das Jahr dargelegt werden.
Darüber hinaus sollte die GRA nach Abschluss der Formalitäten die Öffentlichkeit über die Einführung informieren, die voraussichtlich in mehreren Phasen erfolgen wird, beginnend mit den größten Steuerpflichtigen und schrittweise ausgeweitet auf mittlere und kleine Steuerpflichtige.
Fazit
Die Einführung der obligatorischen elektronischen Rechnungsstellung für die Mehrwertsteuer und andere Steuern ist nur ein Teil der laufenden Reformen, zu denen auch das Projekt „National Single Window”, Systeme zur Einhaltung der Mietvorschriften, digitale Verbrauchsteuermarken, Kraftstoffkennzeichnung, Sicherung der Steuereinnahmen und die Einführung von ITAS gehören, die alle auf eine Verbesserung der Effizienz der inländischen Steuererhebung abzielen. Dennoch bleibt für das Finanzministerium und die GRA noch viel zu tun, bevor der endgültige Fahrplan für die Umsetzung und andere wichtige Daten veröffentlicht werden.
Quelle: Gambia 2026 Haushaltsrede
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