Steueränderungen in Malta 2026: Aktuelles zu Mehrwertsteuer, Forschung und Entwicklung sowie Verbrauchsteuern

Am 16. März 2026 verabschiedete Malta die Haushaltsmaßnahmen für 2026, die rückwirkend zum 1. Januar 2026 in Kraft traten und weitreichende Reformen in den Bereichen Steuern, Umweltabgaben und Compliance-Vorschriften mit sich brachten. Zu den wichtigsten Änderungen zählen die Einführung des Forschungs- und Entwicklungsabzugs, die Neugestaltung der Einkommensteuerklassen sowie – ganz besonders wichtig – die Änderung der Mehrwertsteuerregelungen für Transaktionen mit verbundenen Unternehmen und die Anpassung der Verbrauchsteuern.
Änderungen der Mehrwertsteuer- und Verbrauchsteuerregelungen
Neben der Einführung eines erheblichen Abzugs von 175 % für Ausgaben in Forschung, Entwicklung und Innovation verschärften die Haushaltsmaßnahmen 2026 die Mehrwertsteuerregeln für Transaktionen mit verbundenen Unternehmen, wodurch die Steuerbehörde nun Werte anpassen kann, die nicht den Marktpreisen entsprechen. Darüber hinaus werden ab dem 1. Januar 2027 Online-Marktplätze, die Waren innerhalb der EU liefern, für Mehrwertsteuerzwecke als Lieferant behandelt, was ihre Abführungspflichten erhöht.
Was die Anpassungen bei der Verbrauchsteuer betrifft, so wird Ethylalkohol ab dem 1. April 2026 mit einem Pauschalsatz von 0,136 EUR pro % vol. pro Liter besteuert, während strenge Definitionen für rauchlosen Tabak und Nikotinbeutel sicherstellen, dass diese Produkte vollständig erfasst werden. Die Maßnahmen stellen zudem klar, dass Privatpersonen, die nicht harmonisierte verbrauchsteuerpflichtige Waren von geringem Wert per Post oder Kurierdienst einführen, von der Steuer befreit sind, sofern der Wert 150 EUR nicht übersteigt.
Darüber hinaus stärken die Haushaltsmaßnahmen die Zollkontrolle, indem sie den Beamten umfassendere Befugnisse zur Einholung von Informationen einräumen; bei Nichteinhaltung drohen Strafen zwischen 250 EUR und 2.500 EUR sowie eine mögliche Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren. Gleichzeitig führte die Regierung Umweltauflagen für emissionsintensive M1-Fahrzeuge ein, deren Nutzung auf Freitagabende sowie Wochenenden oder Feiertage beschränkt wird, was ein Signal für die Reduzierung von Emissionen und die Förderung eines nachhaltigeren Verkehrs darstellt.
Fazit
Die maltesische Regierung hat mehrere steuerliche Maßnahmen eingeführt, die die Steuervorschriften in verschiedenen Bereichen ändern, wobei sie sich auf Fahrzeuge mit hohem Emissionsausstoß konzentriert und die Ökoabgabe für Touristenunterkünfte erhöht hat. Insgesamt verbessern die aktualisierten Vorschriften die behördliche Aufsicht und unterstützen die langfristige wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit, während sie für zukunftsorientierte Unternehmen attraktiv bleiben.
Quelle: Amtsblatt von Malta – Gesetz zur Umsetzung der Haushaltsmaßnahmen, 2026
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