Die Steuerbefreiung für digitale Dienstleistungen in Maryland im Überblick (2026)
Maryland hat einen bedeutenden Schritt zur Weiterentwicklung seines Konzepts zur Besteuerung digitaler Dienstleistungen unternommen. Am 12. Mai 2026 verabschiedete Maryland den Gesetzentwurf „House Bill 898“, mit dem eine gezielte Steuerbefreiung für bestimmte digitale und technologiebezogene Dienstleistungen eingeführt wurde, die innerhalb einer Unternehmensgruppe erbracht werden. Die Maßnahme ist eine Reaktion auf die wachsenden Bedenken von Unternehmen hinsichtlich der steuerlichen Behandlung interner Dienstleistungsvereinbarungen, insbesondere da Unternehmen zunehmend auf eine zentralisierte digitale Infrastruktur zurückgreifen, die von verbundenen Unternehmen gemeinsam genutzt wird.
Der Umfang der Steuerbefreiung
Der House Bill 898 hebt die Steuerpflicht für Datendienste, IT-Dienstleistungen, Software-Veröffentlichungsdienste, digitale Codes und andere digitale Produkte auf, wenn sowohl der Verkäufer als auch der Käufer derselben verbundenen Unternehmensgruppe gemäß Section 1504 des Internal Revenue Code angehören, der definiert, was für Zwecke der US-Bundessteuer als kontrollierte Unternehmensgruppe gilt.
Gemäß dem genannten Abschnitt 1504 ist eine verbundene Unternehmensgruppe eine Kette von Unternehmen, die durch eine gemeinsame Muttergesellschaft verbunden sind, wobei die Muttergesellschaft und jede Tochtergesellschaft durch einen Anteil von mindestens 80 % sowohl an den Stimmrechten als auch am Gesamtwert verbunden sind. Diese Vorschriften stellen zudem klar, dass nur „einbezogene Unternehmen“ an der Gruppe teilnehmen können, behandeln Grenzfälle und Missbrauchsbekämpfungsvorschriften und definieren Sonderregelungen für Versicherungsgesellschaften.
In der Praxis werden interne Transaktionen zwischen verbundenen Unternehmen innerhalb derselben Unternehmensstruktur nach dieser Regelung nicht als steuerpflichtige Lieferungen behandelt, was die Compliance-Kosten senkt und Steuerausfälle bei konzerninternen digitalen Geschäften verhindert.
Fazit
Die am 1. Juli 2026 in Kraft tretende Befreiung signalisiert, dass Maryland anerkennt, dass interne digitale Dienstleistungsströme sich grundlegend von kommerziellen Transaktionen zu marktüblichen Bedingungen unterscheiden. Unternehmen, die innerhalb des Bundesstaates tätig sind, sollten ihre konzerninternen Dienstleistungsverträge und Abrechnungsstrukturen vor dem Inkrafttreten überprüfen, um sicherzustellen, dass sie von den neuen Vorschriften profitieren können. Künftig wird es sich lohnen, den Umfang und die Verwaltung dieser Befreiung zu beobachten, insbesondere da sich die Besteuerung digitaler Dienstleistungen sowohl auf Bundesstaats- als auch auf Bundesebene weiterentwickelt.
Quelle: House Bill 898, Cornell Law School
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