Die indische Regierung führte die Goods and Services Tax (GST) im Jahr 2016 ein, nachdem beide Kammern des Parlaments das Verfassungsänderungsgesetz (122. Änderung) verabschiedet hatten. Diese Änderungen traten 2017 in Kraft und zielten darauf ab, das bestehende Steuersystem zu vereinfachen und zu vereinheitlichen.
Von zentraler Bedeutung ist, dass Artikel 279 im Rahmen dieser Reform den GST-Rat einrichtete. Dieser Rat spielt eine entscheidende Rolle dabei, dem Bund und den Bundesstaaten Empfehlungen zu wichtigen GST-Fragen auszusprechen, etwa dazu, welche Waren und Dienstleistungen der GST unterliegen oder von ihr befreit sein können.
Die Sitzung des GST-Rats und ihre Auswirkungen
In seinen zentralen Empfehlungen schlug der GST-Rat bedeutende Änderungen an den GST-Sätzen für Waren und Dienstleistungen vor. Insbesondere wurde ein einheitlicher Satz der Integrated GST (IGST) von 5 % für die Einfuhr von Flugzeugteilen, Komponenten, Prüfausrüstung, Werkzeugen und Werkzeugsätzen empfohlen, unabhängig von ihrer Einordnung im Harmonisierten System (HS).
Dieser Schritt soll die Wartungs-, Reparatur- und Instandhaltungstätigkeiten (MRO) fördern, vorbehaltlich einer festgelegten Bedingung.
Darüber hinaus wurde der GST-Satz von 12 % empfohlen für:
- Milchkannen (aus Stahl, Eisen und Aluminium), unabhängig von ihrer Verwendung;
- Kartons, Schachteln und Behältnisse aus gewelltem und nicht gewelltem Papier oder Karton (gesenkt von 18 %);
- alle Solarkocher, ob mit einer oder zwei Energiequellen;
- alle Arten von Sprinklern, einschließlich Feuerlöschsprinkler.
Zu den wichtigsten Empfehlungen zur GST auf Dienstleistungen zählt die Befreiung der von der Indian Railways für die Öffentlichkeit erbrachten Leistungen, nämlich der Verkauf von Bahnsteigkarten, die Bereitstellung von Ruhe- und Warteräumen, Gepäckaufbewahrung und batteriebetriebene Fahrzeugdienste, sowie die Befreiung von innerbahnlichen Transaktionen.
Eine weitere bedeutende Empfehlung ist die Befreiung von Beherbergungsleistungen von der GST. Diese Befreiung gilt jedoch nur für Leistungen mit einem Leistungswert von bis zu IRS 20.000 pro Monat und Person. Sie ist zudem an die Bedingung geknüpft, dass die Beherbergungsleistung für einen ununterbrochenen Mindestzeitraum von 90 Tagen erbracht wird.
Fazit
Zunächst ist zu beachten, dass die Empfehlungen des GST-Rats für den Bund und die Bundesstaaten nicht bindend sind. Dennoch kommt dem Rat eine bedeutende Rolle bei der Ausgestaltung der GST-Regeln und -Politik Indiens zu, weshalb sich die Beobachtung dieser Empfehlungen lohnt.
Zudem bestätigen all diese Empfehlungen sowie bestimmte Klarstellungen des Rats die Bemühungen, operative Fragen zu vereinfachen und Rechtsstreitigkeiten zu verringern. Sobald das Rundschreiben veröffentlicht ist, wird der genaue Zeitpunkt des Inkrafttretens der vorgeschlagenen Empfehlungen bekannt sein.
Quelle: Indian Ministry of Finance

