Die Nichteinhaltung der Umsatzsteuervorschriften führt in der Regel zu finanziellen Belastungen und Kosten. Ab 2025 werden diese Kosten in Ungarn noch höher und teurer, da neue, strengere Sanktionen in Kraft treten. Dies sind jedoch nicht die einzigen Änderungen, die 2025 wirksam werden.

Auswirkungen auf Steuerpflichtige

Steuerpflichtige, die die Umsatzsteuervorschriften nicht einhalten, etwa bei der Abgabe einer Umsatzsteuererklärung, müssen ab dem 1. Januar 2025 eine erhöhte Versäumnisstrafe zahlen. Die Strafe steigt von 500.000 HUF auf 1.000.000 HUF (rund 2.500 EUR). Diese Strafe gilt auch für die Nichteinhaltung der Pflicht zur ordnungsgemäßen Aufbewahrung von Unterlagen.

Versäumt es ein Steuerpflichtiger zudem, eine Zusammenfassende Meldung (EC Sales List, ESL) einzureichen, kann sich die Strafe für jede nicht gemeldete Rechnung vervielfachen.

Darüber hinaus betragen die Versäumnisstrafen für Steuerpflichtige, die Rechnungen nicht ausstellen und melden, 2.000.000 HUF (rund 4.800 EUR) und damit das Doppelte des derzeitigen Betrags.

Zusätzlich zu den neuen Sanktionen wurde der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 5 % auf den Verkauf neuer Wohnimmobilien um zwei weitere Jahre bis zum 31. Dezember 2026 verlängert.

Ferner werden die Regeln zum Vorsteuerabzug über Zollvertreter weiter verschärft, die Lieferung von Gas durch einen Steuerpflichtigen über das im Gebiet der EU angeschlossene Erdgasnetz unterliegt künftig ebenfalls dem reverse charge, und die persönliche Steuerbefreiung wird für internationale Transaktionen und Fernverkäufe verfügbar.

Fazit

Unternehmen und Privatpersonen, die umsatzsteuerpflichtige Tätigkeiten ausüben, müssen der Einhaltung der Umsatzsteuervorschriften große Aufmerksamkeit schenken, da die neuen Sanktionen härter ausfallen. Werden Anforderungen und Pflichten nicht erfüllt, kann dies zu finanziellen und administrativen Belastungen führen, die besonders für kleine und mittlere Unternehmen schädlich sein können.

Angesichts einiger neuer Regeln und der Verlängerung bereits geltender Vorschriften sollten Steuerpflichtige zudem prüfen, ob und in welchem Umfang diese ihr Geschäft betreffen oder ob sie davon profitieren können.

Quelle: Taxand