Der Bangladesch Finance Bill 2026 schlägt eine breite Palette von Änderungen an den VAT-Regeln und -Vorschriften vor. Zu den vorgeschlagenen Änderungen gehören Änderungen beim VAT-Vorsteuerabzug für Transportdienstleistungen, Änderungen der Bedeutung des Steuerzeitraums, Änderungen der VAT-Auswirkungen auf importierte Dienstleistungen und viele weitere VAT-bezogene Aktualisierungen.
Wichtige VAT-Änderungen im Rahmen des Finance Bill 2026
Einige der im Finance Bill vorgeschlagenen Änderungen betreffen Definitionen und Anwendungsbereich. So wurde beispielsweise der Begriff „Arbeit“ (labour) von der Negativliste gestrichen und gilt nun als Vorleistung. Darüber hinaus umfasst der Begriff „Tour Operator“ nun die Provision des Betreibers, die Definition von „Käufern versteigerter Waren“ wurde auf bewegliches Vermögen beschränkt, und die Definition des „Händlers“ wurde vom Third Schedule in den Hauptteil des VAT-Gesetzes verschoben.
Die Häufigkeit der VAT-Erklärungsabgabe wurde von monatlich auf vierteljährlich verlängert. Hinsichtlich der Zahlung soll mit dem Vorschlag eine neue verpflichtende Vorauszahlung eingeführt werden. Nach dieser Vorgabe ist innerhalb von 15 Tagen nach jedem Zeitraum eine Anzahlung in Höhe eines Drittels der Steuerschuld der vorangegangenen drei Zeiträume fällig, die zum Quartalsende abgeglichen wird.
Der VAT-Vorsteuerabzug für Transportdienstleistungen wird von 80% auf 100% angehoben, und der Umsatzsteuersatz von 4% wird je nach Art der wirtschaftlichen Tätigkeit auf regionaler und sektoraler Basis auf eine feste VAT-Bemessungsgrundlage umgestellt, vorbehaltlich bestimmter Bedingungen und einer Höchstschwelle.
Bemerkenswert ist, dass der Online-Verkauf von Waren nach den vorgeschlagenen Änderungen in Einzelhandelsverkäufe und Marktplätze unterteilt wird. Beim Online-Einzelhandelsverkauf kann die VAT auf dieselbe Weise wie bei gewöhnlichen Handelswaren behandelt werden. Wenn Waren zum selben Satz verkauft werden, zu dem sie vom Lieferanten erworben wurden, fällt keine zusätzliche VAT an. Um jedoch von diesen Regeln zu profitieren, müssen Online-Verkäufer einen Kaufnachweis aufbewahren. Online-Verkäufer können sowohl den Handelssatz von 7,5% als auch den VAT-Standardsatz von 15% beibehalten. Diese vorgeschlagenen Regeln weisen bei der Einordnung von Einzelhandelsverkäufen eine gewisse innere Inkonsistenz auf, sodass weitere Klarstellungen erwartet werden.
Marktplätze unterliegen einer engeren VAT-Bemessungsgrundlage als Einzelhändler. Konkret müssen Marktplätze 15% VAT nur auf Servicegebühren oder Provisionen anwenden, unabhängig vom VAT-Status der Waren. Zwar sind keine VAT-Rechnungen erforderlich, doch müssen Marktplätze der Steuerbehörde auf Anfrage die Transaktionsinformationen von Käufern und Verkäufern offenlegen.
Fazit
Dies sind einige der wichtigsten vorgeschlagenen Änderungen an den bestehenden VAT-Regeln. Zu den weiteren vorgeschlagenen Änderungen gehören Vorteile für Startups, neue steuerbefreite Dienstleistungen wie die Erstellung von Inhalten und freiberufliche Tätigkeiten, neue Strafen für VAT-Hinterziehung und ein neuer Prüfungszeitrahmen. Steuerpflichtige, die in Bangladesch tätig sind, sollten diese Änderungen genau beachten, da sie die VAT-Landschaft des Landes erheblich verändern werden.

