Die Regierung des Vereinigten Königreichs (UK) plant eine digitale Transformation, die das sogenannte HMRC-Paket umfasst. Ziel des Pakets ist es, das britische Steuersystem deutlich zu modernisieren und effizienter sowie transparenter zu gestalten.

In ihrer öffentlichen Ankündigung gab die Schatzkanzlerin einen kurzen Überblick über die zentralen Maßnahmen und Schritte, die die neue Regierung plant, und darüber, wie sie HMRC modernisieren will, um die Herausforderungen des digitalen Zeitalters zu bewältigen.

Das HMRC-Paket des UK und die weiteren Schritte

Das HMRC-Paket soll den Verwaltungsaufwand verringern, den Cashflow verbessern, die Produktivität steigern und Automatisierung für Behörden und Unternehmen einführen. Diese Maßnahmen sollen den Spielraum für Fehler, Hinterziehung und Betrug bei der Umsatzsteuererklärung weiter verringern. In der Folge soll dies zu höheren Umsatzsteuereinnahmen, einem größeren Staatshaushalt und einer geringeren Mehrwertsteuerlücke führen.

Wie von der Schatzkanzlerin angekündigt, umfasst die Steuerreform die Einführung der landesweiten Nutzung von E-Rechnungen durch Unternehmen und Behörden. Der erste Schritt in diesem Prozess ist die von His Majesty's Revenue and Customs (HMRC) eingeleitete und durchgeführte öffentliche Konsultation.

Zweck der Konsultation ist es, möglichst viele Informationen von der Öffentlichkeit, von Unternehmen und anderen interessierten Parteien über den Umsetzungsansatz und die Unterstützung einzuholen, die die Regierung den Beteiligten bieten muss, um diesen Prozess erfolgreich abzuschließen.

Der genaue Startzeitpunkt der Konsultation steht noch nicht fest. Seien Sie jedoch versichert, dass die Schatzkanzlerin und die Regierung mit Nachdruck daran arbeiten, dass die neue Digital Transformation Roadmap (Roadmap) im Frühjahr 2025 veröffentlicht wird. Mit dieser Reform möchte die britische Regierung die Digitalisierung von HMRC abschließen und diese Behörde in eine vollständig digitalisierte umwandeln.

Daher sollte die Konsultation zur Einführung der E-Rechnung abgeschlossen sein, bevor diese Roadmap der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

Fazit

Die britische Regierung bereitet eine bedeutende Reform ihres Steuersystems vor, die zweifellos Auswirkungen auf im UK tätige Unternehmen haben wird. Unternehmen sollten diese Reform daher genau prüfen, etwa wann die E-Rechnungsregeln in Kraft treten und für welche Transaktionen sie gelten.

Informationen darüber, ob die E-Rechnungspflicht für B2G-, B2B- oder B2C-Transaktionen gelten wird, liegen nicht vor, sodass Unternehmen im Unklaren darüber bleiben, wie sie sich auf diesen Übergang vorbereiten sollen. Aus diesem Grund sollten alle Beteiligten, sobald die Konsultation für die Öffentlichkeit geöffnet ist, ihre Anmerkungen einbringen und die weitere Entwicklung der Lage beobachten.

Quelle: HM Treasury