Italien 2026 Haushaltsgesetz: Änderungen bei der Mehrwertsteuer und indirekten Steuern
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Das vom Parlament verabschiedete und am 30. Dezember 2025 veröffentlichte italienische Haushaltsgesetz 2026 führt mehrere indirekte Steuermaßnahmen ein, die für Steuerpflichtige relevant sind. Zusätzlich zu diesen Maßnahmen hat der italienische Ministerrat ein neues konsolidiertes Mehrwertsteuergesetz verabschiedet, das in Kürze veröffentlicht werden soll und ab dem 1. Januar 2027 in Kraft treten wird, mit dem Ziel, das bestehende Mehrwertsteuersystem neu zu organisieren und zu modernisieren.
Wichtige indirekte Steuermaßnahmen
Das italienische Haushaltsgesetz 2026 hat die Berechnung der Mehrwertsteuerbemessungsgrundlage für Tauschgeschäfte neu definiert. Seit dem 1. Januar 2026 wird der Mehrwertsteuerbemessungsgrundlage bei der Lieferung von Waren oder Dienstleistungen im Austausch gegen andere Waren oder Dienstleistungen oder zur Begleichung bestehender Verpflichtungen nicht mehr anhand des Marktwerts der gelieferten Waren oder Dienstleistungen ermittelt. Stattdessen wird sie auf der Grundlage der Kosten berechnet, die dem Übertragenden oder Lieferanten bei der Bereitstellung der Waren oder Dienstleistungen entstanden sind.
Ab demselben Datum gilt eine neue Verwaltungsgebühr in Höhe von 2 EUR für die Einfuhr von geringwertigen Waren mit einem Versandwert von höchstens 150 EUR aus Drittländern in die EU. Diese Gebühr ist bei der endgültigen Einfuhr der Waren an die Zollämter zu entrichten.
Darüber hinaus wurde ein automatischer Mechanismus zur Mehrwertsteuerabrechnung eingeführt, der greift, wenn ein Steuerpflichtiger die jährliche Mehrwertsteuererklärung nicht einreicht. In diesen Fällen ist die Steuerbehörde befugt, die zu zahlende Mehrwertsteuer mithilfe automatisierter Verfahren zu berechnen und festzusetzen, wobei sie auf Informationen aus elektronischen Rechnungen, die über die SDI-Plattform der Regierung ausgestellt und empfangen wurden, auf Daten aus elektronischen Registrierkassen und auf andere Informationen aus früheren periodischen Mehrwertsteuererklärungen der Steuerpflichtigen zurückgreift.
Das Haushaltsgesetz 2026 brachte auch eine bemerkenswerte Verschiebung mit sich. Genauer gesagt wurden sowohl die Plastiksteuer, die auf den Verbrauch von Einweg-Kunststoffprodukten abzielt, als auch die Zuckersteuer, die für gesüßte alkoholfreie Getränke gilt, erneut verschoben und treten am 1. Januar 2027 in Kraft.
Fazit
Mit Blick auf die Zukunft signalisieren die angekündigten und umgesetzten indirekten Steuermaßnahmen zusammen mit dem bevorstehenden konsolidierten Mehrwertsteuergesetz eine fortgesetzte Fokussierung auf Verwaltungsvereinfachung, verbesserte Compliance und eine effektivere Steuerdurchsetzung in Italien. Darüber hinaus verbessern alle aktualisierten Regeln und Vorschriften die Rechtsklarheit und bringen die italienischen Mehrwertsteuervorschriften stärker in Einklang mit der EU-Gesetzgebung. Für Steuerpflichtige ist es unerlässlich, zu verstehen, wie diese Vorschriften auf sie anzuwenden sind, ihre internen Prozesse neu zu bewerten und ihre ERP-Systeme und Rechnungen zu aktualisieren.
Quelle: Amtsblatt der Italienischen Republik, EY
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