IWF schlägt umgekehrte Methode zur Schätzung der MwSt.-Einhaltungslücke vor

Die Abteilung für Steuerangelegenheiten des IWF und die Internationale Finanz-Corporation haben eine umgekehrte Methode als neue, vereinfachte und kosteneffiziente Methode zur Schätzung von Lücken bei der Einhaltung der Mehrwertsteuer vorgeschlagen. In Anbetracht der Herausforderung, die Höhe der von den Regierungen nicht eingezogenen Mehrwertsteuer zu bestimmen, die in erster Linie auf absichtlich verheimlichte Steuerhinterziehung zurückzuführen ist, schlägt der IWF eine neue Methode vor, zusätzlich zu detaillierten nationalen Daten und komplexen Modellierungen, wie z. B. den standardmäßigen RA-GAP-Bewertungen.
Hauptmerkmale der umgekehrten Methode des IWF
Obwohl der IWF die RA-GAP-Methode entwickelt hat, eine globale Benchmark für die Messung von MwSt.-Lücken, die detaillierte Schätzungen der MwSt.-Lücken auf der Grundlage der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung und von Daten der Steuerverwaltung liefert, hat er festgestellt, dass diese Methode teuer und datenintensiv ist und sich nicht ohne weiteres im Zeitverlauf oder länderübergreifend wiederholen lässt. Folglich schränken die genannten Einschränkungen die Verwendung dieser Methode für breit angelegte, regelmäßige internationale Vergleiche ein, wodurch eine Überwachungslücke entsteht, die mit der neuen Umkehrmethode geschlossen werden soll, indem eine einfachere und besser skalierbare Alternative angeboten wird.
Der IWF stellte fest, dass die umgekehrte Methode bei Anwendung auf 111 Länder im Zeitraum 2010 bis 2023 klare länder- und einkommensgruppenübergreifende Muster erkennen lässt. Insbesondere zeigte die Methode, dass fortgeschrittene Volkswirtschaften und einkommensschwache Länder im Laufe der Zeit eine allmähliche Verbesserung bei der Einhaltung der Mehrwertsteuersätze aufweisen, was auf eine energischere Durchsetzung oder ein besseres Systemdesign schließen lässt. Im Gegensatz dazu stagniert die Leistung in den Schwellenländern weitgehend.
Bei der neuen Methode handelt es sich um einen indirekten Ansatz, der auf dem Konzept der C-Effizienz basiert, das das Verhältnis der tatsächlichen Mehrwertsteuereinnahmen zu den Einnahmen misst, die erzielt würden, wenn der gesamte Endverbrauch bei vollständiger Einhaltung der Vorschriften mit dem Normalsatz besteuert würde. Anstatt die Lücken bei der Einhaltung der Steuervorschriften direkt zu schätzen, wie es in traditionellen Modellen geschieht, kehrt die Umkehrmethode diese Logik absichtlich um. Sie geht von der beobachteten C-Effizienz und einer separat geschätzten politischen Lücke aus und schreibt dann die verbleibende Differenz der Nichteinhaltung der Vorschriften zu.
Schlussfolgerung
Nach der neuen Methode können die Regierungen die Einhaltung der Mehrwertsteuer selbst dann schätzen, wenn keine detaillierten Verwaltungsdaten vorliegen. Infolgedessen werden die Regierungen das Ausmaß der Nichteinhaltung der MwSt.-Vorschriften kennen und wissen, wie viele Einnahmen durch Steuerhinterziehung und Verwaltungsschwächen verloren gehen und wie viel durch eine bessere Durchsetzung und Gestaltung der Politik realistischerweise zurückgeholt werden könnte.
Der IWF betonte, dass die umgekehrte Methode nicht dazu gedacht ist, detaillierte, länderspezifische Studien über die Mehrwertsteuerlücke zu ersetzen, sondern vielmehr ein hochrangiges Screening- und Überwachungsinstrument darstellt, das detailliertere Analysen ergänzt.
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