EU-Mehrwertsteuerhindernisse im Binnenmarkt erklärt
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Das Europäische Parlament hat ein Dokument veröffentlicht, in dem die wichtigsten steuerlichen Hindernisse im EU-Binnenmarkt, einschließlich der Mehrwertsteuerproblematik, dargelegt werden. Zu den wichtigsten in dem Dokument hervorgehobenen Problemen zählen die Steuerfragmentierung zwischen den EU-Ländern und die mangelnde Harmonisierung, die zu Rechtsunsicherheit und erhöhtem Verwaltungsaufwand für Unternehmen führen, insbesondere bei grenzüberschreitenden Transaktionen.
Wichtige Mehrwertsteuerhindernisse in der EU
Wie in dem Dokument dargelegt, sollte ein steuerliches Hindernis im grenzüberschreitenden Handel im weiteren Sinne verstanden werden, das über offensichtliche Diskriminierung hinausgeht und alle steuerlichen oder administrativen Reibungsverluste umfasst, die Aktivitäten in EU-Ländern behindern. Zu diesen Hindernissen gehören Rechtsunsicherheit, komplexe oder fragmentierte Meldesysteme, die Notwendigkeit, mit mehreren Steuerbehörden zu verhandeln, und unterschiedliche Auslegungen derselben EU-Vorschriften.
Selbst dort, wo das EU-Recht einen gemeinsamen Rahmen schafft, sind steuerliche Hindernisse nach wie vor weit verbreitet. Ein deutliches Beispiel hierfür ist das Mehrwertsteuersystem. Trotz der Harmonisierung im Rahmen der EU-Mehrwertsteuerrichtlinie wurde die Mehrwertsteuer im Bericht der Kommission über den Binnenmarkt und die Wettbewerbsfähigkeit 2025 als das am häufigsten gemeldete steuerliche Hindernis im Binnenmarkt identifiziert.
Die größte Herausforderung für Unternehmen ist die Registrierung für die Mehrwertsteuer in anderen EU-Ländern. Obwohl die grundlegenden Mehrwertsteuerprinzipien in der gesamten EU weitgehend einheitlich sind, sind die damit verbundenen Verwaltungsverfahren nach wie vor fragmentiert und uneinheitlich, was zu praktischen Schwierigkeiten für grenzüberschreitend tätige Unternehmen führt.
Darüber hinaus unterscheiden sich die Mehrwertsteuerregistrierungsverfahren in den EU-Ländern erheblich, mit unterschiedlichen Anforderungen an die Dokumentation, den Digitalisierungsgrad und die Bearbeitungszeiten. Obwohl die bevorstehende Ausweitung des Mehrwertsteuer-One-Stop-Shops (OSS) im Rahmen des Pakets „Mehrwertsteuer im digitalen Zeitalter“ den Bedarf an Mehrfachregistrierungen für die Mehrwertsteuer voraussichtlich erheblich reduzieren wird, müssen oder entscheiden sich Unternehmen, die Tätigkeiten außerhalb des Geltungsbereichs des OSS ausüben, möglicherweise weiterhin dafür, sich in mehreren EU-Ländern für die Mehrwertsteuer zu registrieren.
Fazit
Das Dokument hebt die wichtigsten steuerlichen Hindernisse in der EU hervor und weist darauf hin, dass die Europäische Kommission plant, im zweiten Quartal 2026 ein umfassendes Steuerpaket sowie eine Neufassung der Richtlinie über die Zusammenarbeit der Verwaltungsbehörden (DAC) vorzulegen, deren Schwerpunkt auf der Verringerung von Kosten, Fragmentierung und Rechtsunsicherheit liegt. Das Europäische Parlament wird sich jedoch weiterhin mit diesen Fragen befassen und diese anhaltenden Herausforderungen am 27. Januar im Unterausschuss für Steuerfragen (FISC) des Europäischen Parlaments behandeln.
Quelle: Forschungsdienst des Europäischen Parlaments – Steuerliche Hindernisse im Binnenmarkt
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