EPPO-Untersuchung deckt Betrug in Antwerpen in Höhe von 11,3 Millionen Euro auf
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Im Rahmen der Untersuchung mit dem Codenamen „Steamboat“ wegen des Verdachts auf Zollbetrug, Korruption und Urkundenfälschung im Hafen von Antwerpen führte die Europäische Staatsanwaltschaft (EPPO) in Brüssel mehrere Durchsuchungen durch, nahm mehrere Personen fest und beschlagnahmte mehrere Bankkonten und Bargeld. Die Maßnahmen sind das Ergebnis einer fast zweijährigen Untersuchung, die 2024 nach einer Beschwerde der belgischen Generaldirektion für Zölle und Verbrauchsteuern eingeleitet wurde.
Die Ergebnisse der Ermittlungen „Steamboat“
Am 20. Januar 2026 führten die Behörden unter der Aufsicht eines Antwerpener Untersuchungsrichters sieben Durchsuchungen durch, nahmen drei Personen fest und beschlagnahmten mehrere Bankkonten und Bargeld. An der Operation waren 48 Beamte der belgischen Generaldirektion für Zoll und Verbrauchsteuern sowie mehrere Einheiten der belgischen Bundespolizei beteiligt.
Unter den Polizeieinheiten hebt die EPPO die Beteiligung der Zentraldirektion für die Bekämpfung schwerer und organisierter Wirtschafts- und Finanzkriminalität (CDBC), der Föderalen Einheit für Computerkriminalität (FCCU) und der Hundestaffel hervor. Bemerkenswert ist, dass die Ermittlungen und die Operation mit Unterstützung des niederländischen Finanzinformations- und Ermittlungsdienstes durchgeführt wurden. Die Beteiligung des niederländischen Dienstes unterstreicht die Notwendigkeit und Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit innerhalb des EU-Binnenmarktes zur Bekämpfung von Betrug und Steuerhinterziehung.
Bei den drei festgenommenen Personen handelt es sich um einen Zollbeamten und zwei Unternehmensleiter, die angeblich an einem Betrugsmanöver im Hafen von Antwerpen mitgewirkt haben, wodurch Einfuhrzölle in Höhe von schätzungsweise über 11,3 Millionen Euro verloren gingen. Da sich die Ermittlungen noch in der Vorverfahrensphase befinden, hat die EPPO keine Details über die drei festgenommenen Personen oder die beteiligten Unternehmen veröffentlicht.
Außerdem gibt es keine Informationen über formelle Anklagen, mögliche Anklageerhebungen oder Verhandlungstermine, und kein Gericht hat bisher über den Inhalt der Vorwürfe entschieden. Daher wird erwartet, dass die EPPO in den kommenden Monaten weitere Informationen über den Fortschritt der Ermittlungen veröffentlichen wird.
Fazit
Die EPPO hat bestätigt, dass die Ermittlungen in Antwerpen noch andauern und die Durchsuchungen und Festnahmen im Januar 2026 Teil eines umfassenderen Beweisverfahrens sind. Die nächsten Schritte in den Ermittlungen hängen von mehreren Faktoren ab, darunter auch davon, was die Staatsanwaltschaft mit Unterstützung der belgischen und gegebenenfalls niederländischen Behörden bei der Überprüfung der beschlagnahmten Finanzanlagen, Dokumente und elektronischen Materialien feststellt. Dennoch wird der Fall von EU-Experten für Finanzkriminalität angesichts der Bedeutung des Hafens von Antwerpen für den internationalen Handel aufmerksam verfolgt.
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